Mehr finanzielle Unterstützung: Bis zu 618 Euro mehr Wohnbeihilfe ab 2027 geplant
Mieterinnen und Mieter in Oberösterreich können sich voraussichtlich ab dem kommenden Jahr auf spürbare Entlastungen bei den Wohnkosten einstellen. Ein frisch ausgearbeiteter Verordnungsentwurf sieht vor, die finanzielle Hilfe für das Wohnen deutlich aufzustocken.
Das sind die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
Höhere monatliche Höchstbeträge: Je nach Haushaltsgröße klettern die Bezüge. Für größere Haushalte ab vier Personen erhöht sich der maximale Zuschuss um monatlich bis zu 51,50 Euro, was auf das Jahr gerechnet eine Mehrleistung von bis zu 618 Euro ausmacht. Die bisherige monatliche Deckelung von 300 Euro soll wegfallen.
Anpassung der Wohnflächen: Die Obergrenzen für die anrechenbare Wohnfläche werden angehoben und an die Standards der aktuellen Neubauförderung gekoppelt. Dadurch können künftig mehr Quadratmeter in die Berechnung einfließen.
Besserer Schutz für Pensionisten: Um zu verhindern, dass ältere Menschen aufgrund regulärer Pensionsanpassungen ihren Anspruch auf Wohnbeihilfe verlieren, werden die entsprechenden Einkommensgrenzen dynamisch angepasst. Der bestehende Teuerungsfreibetrag sowie der Pensionsbonus bleiben erhalten.
Weniger Bürokratie: Auch die Antragsabwicklung soll unkomplizierter werden – unter anderem ist bei privaten Mietverhältnissen künftig keine Unterschrift des Vermieters auf dem Formular mehr zwingend erforderlich.
Der Gesetzes- bzw. Verordnungsentwurf befindet sich derzeit im Begutachtungsverfahren. Die tatsächliche Auszahlunghöhe orientiert sich wie gewohnt am individuellen Haushaltsorteinkommen, den tatsächlichen Mietkosten sowie der Haushaltsgröße.
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