Freitag, 6. November 2026

Wetter-Anomalie im Herbst: Früher Alarm um den Polarwirbel – droht ein extremer Winter?

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Wetter-Anomalie im Herbst: Früher Alarm um den Polarwirbel – droht ein extremer Winter?

Meteorologen blicken derzeit mit großer Spannung in die Stratosphäre: Über der Arktis schwächt sich der Polarwirbel so extrem früh ab wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1958. Gleichzeitig baut sich im Pazifik ein ungewöhnlich starkes El-Niño-Phänomen auf. Diese seltene Kombination sorgt in Fachkreisen für Diskussionen darüber, ob uns womöglich ein historisch kalter oder schneereicher Winter bevorsteht.

Der Polarwirbel fungiert in der Stratosphäre als natürlicher Puffer, der die arktischen Frostluftmassen für gewöhnlich durch kräftige Westwinde fest im Norden einschließt. Aktuellen Berechnungen zufolge ist dieses Windband in rund 30 Kilometern Höhe jedoch stark gestört, wobei dort zeitweise extreme Temperaturabwehrwerte von über 27 Grad über dem Normalwert gemessen werden. Solche Phänomene – im Extremfall ein kompletter Riss oder Splitterung des Wirbels – treten normalerweise erst im Hochwinter (Januar oder Februar) auf.

Einfluss auf Europa vorerst unklar

Ob diese Anomalie direkt in den kommenden Wochen zu eisigen Temperaturen oder starkem Schneefall in Deutschland führt, ist unter Experten umstritten. Meist zeigen sich spürbare Effekte am Boden erst mit einer zeitlichen Verzögerung von mehreren Wochen, zudem kann sich der Wirbel wieder stabilisieren.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Pazifik-Klimazyklus El Niño Rekordwerte anstrebt, wodurch historische Vergleichsdaten für die aktuelle Wetterlage weitgehend fehlen. Die regulären Langfristmodelle rechnen für den Monat November ohnehin zunächst mit einem eher milden Trend, der deutlich über dem langjährigen Mittel liegt. Ob der Winter letztlich kalt ausfällt oder ob es bei vereinzelten Kälteeinbrüchen bleibt, lässt sich laut Meteorologen erst im Laufe der kommenden Wochen verlässlich prognostizieren.

 

Foto: Pixabay

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